Treue Fellnasen und alles, was du als Hundehalter wissen solltest.
Hunde liegen auf Platz 2 bei den beliebtesten Haustieren der Österreicher. Sie sind auch wahrlich eine Bereicherung für Familien, da sie soziale Verhaltensweisen von Kindern fördern und auch die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, gestärkt wird. Auch für alleinstehende Menschen sind Hunde eine große Hilfe. Zum einen als sozialer Partner, aber auch um leichter Kontakte zu knüpfen.
Leider kommt es immer wieder zu Beißattacken von Hunden. Das hat dazu geführt, dass einzelne Bundesländer in Österreich Gesetze für die Haltung von Hunden angepasst bzw. neue erlassen haben. Bei den unterschiedlichen Hundehaltergesetzen handelt es sich um Verordnungen, die der Sicherheit von Menschen dienen. Allerdings ist anzumerken, dass die Verantwortung für das Tier und den richtigen Umgang einzig und alleine beim Hundehalter bzw. der Hundehalterin liegt. Ziel ist es daher auch, dass Gefährdungen von Menschen und Tieren durch Hunde vermieden werden und ein sicherer und verantwortungsbewusster Umgang gesichert ist .
Nach wie vor ist das Hundehaltergesetz in Österreich nicht einheitlich geregelt. Dadurch entstehen für Hundehalter oftmals komplizierte Situationen, da die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Manchmal haben sogar einzelne Gemeinden eigene Vorgaben. Ein einziger Fleckerlteppich, für die Haltung des Menschens besten Freund. Wann und ob eine einheitliche Regelung in Österreich kommt, ist ungewiss.
Wir haben recherchiert und dir eine kleine Auflistung gemacht, damit du wichtige Infos auf einen Blick findest:
- Wien
- Niederösterreich
- Oberösterreich (Hier findest du auch noch ein Dokument mit wertvollen Infos.)
- Salzburg
- Tirol
- Vorarlberg
- Kärnten
- Steiermark
- Burgenland
Du bist dir dennoch unsicher, was die Haltung deines Vierbeiners betrifft? Dann ruf bei der zuständigen Gemeinde oder am Magistrat an, um alle wichtigen und vor allem richtigen Infos zu bekommen.
Falls du noch kein pelziges Familienmitglied hast, aber darüber nachdenkst, dir einen Hund nach Hause zu holen, haben wir nachfolgend acht Fragen für dich, die du dir vor der Anschaffung ernsthaft stellen solltest.
Klar, ein Hund macht dein Leben und auch das deiner Kinder (wenn du welche hast) um einiges spannender und schöner. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Haustiere wie Balsam für die Seele sind. Besonders Kinder profitieren davon, weil der Umgang mit Tieren ihre sozialen Fähigkeiten fördert. Außerdem tun Tiere der psychischen Gesundheit sehr gut.
Dennoch ist es wichtig, gut darüber nachzudenken, ob ein Haustier wirklich in dein Leben passt, denn mit einem Hund verändert sich dein Leben grundlegend. Diese Fragen können dir weiterhelfen:
1. Passt meine Wohnsituation?
Diese erste Frage wirft automatisch auch diese Fragen in den Raum: Passt die Größe der Wohnung oder des Hauses? Möchten auch wirklich alle Familienmitglieder einen Hund? Ist ein Garten vorhanden? Habe ich Nachbarn, die eventuell was dagegen haben? Gibt es bereits Haustiere?
2. Kann ich mir einen Hund überhaupt leisten?
Neben der passenden Wohnsituation, ist es auch wichtig, dass du dich fragst, ob ein Hund überhaupt in dein Budget passt. Kannst du wirklich alle finanziellen Mittel aufbringen? Es kommen die einmaligen Kosten für die Anschaffung und die Erstausstattung, aber danach auch die laufenden Kosten für Futter, Tierarzt (Impfungen und mögliche Behandlungen oder OP’s), Hundesteuer, Versicherung, Hundeschule etc. auf dich zu. Über die Jahre eines Hundelebens betrachtet kommt da schon einiges zusammen.
3. Wie ist meine weitere Lebensplanung?
Passt ein Hund in das Leben, das ich mir für mich und meine Familie wünsche? Vielleicht hegst du den Wunsch, in den nächsten zehn Jahren auszuwandern? Oder möchtest du in nächster Zeit viel reisen? Wichtig ist auch dein aktuelles Alter. Kannst du dich tatsächlich gut um das Tier kümmern? Denk daran, dass ein Hund bis zu 18 Jahre alt werden kann.
4. Habe ich genug Zeit für ein Leben mit einem Hund?
Das ist einer der wichtigsten Punkte, wenn man sich überlegt, einen Hund aufzunehmen, denn auch er hat individuelle Bedürfnisse. Fürs Gassi gehen musst du in jedem Fall mindestens 1-2 Stunden täglich einplanen. Auch Spielzeit ist wichtig. Hunde sind Rudeltiere und daher ungern alleine. Das bedeutet, dass du deine Fellnase niemals länger als 4-5 Stunden alleine lassen solltest. Wie schaut deine Arbeit aus? Arbeitest du halb- oder ganztags? Aber auch deine persönlichen Hobbys brauchen vielleicht mehr Zeit. Hast du zeitintensive Hobbys? Das sind wichtige Aspekte, die du bedenken solltest bzw. dir überlegen musst, damit dein Hund auch ausreichend betreut wird.
5. Bin ich einem Hund gewachsen?
Wie auch bei einem Kind muss dir bewusst sein, dass eine gute Erziehung super wichtig ist. Egal ob Welpe, Jungtier oder Oldie, dein Vierbeiner braucht klare Strukturen. Die Welpenschule und auch weitere Hundekurse sind deshalb wichtig. Dein Tier muss wissen, dass es Regeln gibt, die einzuhalten sind, damit es ohne Probleme mit dir zusammen wohnen kann und auch außerhalb der eigenen vier Wände weiß, was es darf und was nicht. Auch Hunde durchleben eine Pubertät und testen Grenzen aus. In diesen Situationen ist es wichtig, dass du konsequent bleibst, um zu vermeiden, dass es später zu schwerwiegenden Problemen kommt. Dein Hund muss einfach immer auf dich hören.
6. Verfüge ich über genügend Fachkenntnisse im Umgang mit Hunden bzw. bin ich bereit, mir diese anzueignen?
Im vergangenen Jahr hat sich für Hundebesitzer gesetzlich einiges geändert. In manchen Bundesländern muss man Sachkundenachweise erbringen, wenn ein Hund im Haushalt lebt. Was in deinem Bundesland wichtig ist, kannst du weiter oben über den jeweiligen Link herausfinden. Wichtig ist, dass du dich über alles genauestens informierst, dir Fachkenntnisse aneignest und alles notwendige unternimmst, um deinem neuen Familienmitglied ein gutes Zuhause zu geben. Wissen kannst du dir auch in der Hundeschule oder über Fachliteratur aneignen.
Unser wefox Tipp:
Es macht definitiv Sinn, den Sachkundenachweis für Hundehalter, wie er beispielsweise in Niederösterreich vorgeschrieben ist, bereits vor der Wahl der geeigneten Rasse zu absolvieren. Du bekommst da nämlich von Tierärzten und ausgebildeten Hundetrainern sehr viele Tipps und Informationen, z. B. über Qualzucht-Rassen.
7. Bin ich ein Monk?
Was wäre, wenn deine vier Wände plötzlich nicht mehr super sauber sind? Wie kommst du mit ungewohnten Gerüchen klar? Hundehaare auf dem Sofa und deiner Kleidung? Pfotenabdrücke und Dreck im ganzen Haus, weil es draußen geregnet hat?
Dazu kommt, dass vor allem Welpen, aber auch Hunde, denen langweilig ist, dazu neigen, sich eine Beschäftigung zu suchen. Dann wird die Fernbedienung, die Deko, Kissen, das Mobiltelefon, deine Lieblingsschuhe oder der gemütliche Lesestuhl zum Spielzeug umfunktioniert bzw. angeknabbert. Es kann auch passieren, dass das Hundebaby noch nicht ganz stubenrein ist und du dann kleine Haufen oder Pfützen in deinem Haus hast und beseitigen musst. All das sind ebenfalls Fakten, mit denen du dich auseinandersetzen musst.
8. Was bin ich bereit aufzugeben?
Dir muss klar sein, dass du deinen bisherigen Lebensstil möglicherweise verändern und an den Hund anpassen musst. Bist du dazu wirklich bereit? Es kann nämlich sein, dass dich dein haariger Freund in deiner Freizeit und auch bei der Urlaubsplanung einschränkt. Es ist nämlich leider nach wie vor so, dass es Hotels gibt, in denen Haustiere nicht erlaubt sind. Und Flugreisen mit Hund sind dann auch eher schwierig zu organisieren. Zum Einen ist es viel Stress für dein Tier und Zweitens auch ungewiss, ob es Strandhotels gibt, in denen Hunde überhaupt erlaubt sind. Das alles kann eine Herausforderung sein, wenn du gewohnt bist, in aller Ruhe am Strand zu liegen, ein gutes Buch zu lesen und einfach mal nichts zu tun. Mach dir auch Gedanken darüber, welche Hobbys dir wichtig sind, ob sie kompatibel sind mit einem Hund oder ob du auf sehr viel verzichten müsstest.
Unser wefox Fazit:
Es ist wichtig, dass du dir Gedanken über all diese Fragen machst, bevor du dir einen Hund ins Haus holst. Du könntest dich ja auch vorab mit Hundebesitzern austauschen. Menschen, die schon länger Erfahrung mit Hunden haben, können dir bestimmt einige Tipps geben. Und wenn du dich dann für den vierbeinigen Familienzuwachs entschieden hast, denk bitte unbedingt daran, dein Tier bei der Gemeinde zu melden, die notwendigen Dinge zu erledigen und dein Tier auch versichern zu lassen. Dein wefox Experte hilft dir gerne weiter.
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